Historie

Die Gründung

01.04.1962

Vorbehaltlich der Zustimmung des Staatssekretariats für Hoch- und Fachschulwesen bildet der Senat an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig ein Rechenzentrum als selbständiges Institut. Geleitet werden soll es von einem Direktor. Dieser gehört mit Sitz und Stimme dem Rat der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät an und wird durch den Rektor im Einvernehmen mit dem Staatssekretariat ernannt. Zur Unterstützung des Rechenzentrums als beratendes Organ wird ein Beirat gebildet, welcher das Programm und die Arbeitsordnung für das Rechenzentrum erarbeiten und außerdem die Anwendung moderner mathematischer Methoden und Hilfsmittel in der Forschung popularisieren soll. Der Beirat besteht aus dem Prorektor für Forschungsangelegenheiten; aus den Leitern bzw. Direktoren der Fachrichtung Mathematik, des Instituts für Wirtschaftsmathematik, des Instituts für Statistik, je einem Vertreter der Medizinischen, der Veterinärmedizinischen, der Landwirtschaftlichen und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, einem Vertreter des Wirtschaftsrates des Bezirks Leipzig, zwei Vertretern von Vereinigungen Volkseigener Betriebe (VVB) und schließlich dem Direktor des Rechenzentrums. Aufgaben und Ziele des Rechenzentrums bei Gründung:

  • Exakteres Bearbeiten und schnellerer Abschluss von Forschungsvorhaben
  • Hebung des Ausbildungsniveaus von Studenten der Fachrichtungen Mathematik und Wirtschaftsmathematik
  • Ausbildung von Fachleuten auf dem Gebiet der Rechentechnik (Technischer Rechner; Programmierer)
  • Erledigung von rechentechnischen Aufgaben für die Wirtschaft

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Die ersten zehn Jahre

20.06.1964

Umbenennung des Rechenzentrums in Institut für Maschinelle Rechentechnik entsprechend dem Antrag der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät (lt. Urkunde des Staatssekretariats für Hoch- und Fachschulwesen)

ab 1965 ENDIM 2000

Beschäftigte 1965: ca 13 Personen wissenschaftliches Personal und 12 Personen sonstiges Personal

01.02.1969

Gründung der Sektion Rechentechnik und Datenverarbeitung (lt. Urkunde des Ministeriums für Hoch- und Fachschulwesen)

1969-1975

R 300/1

 

 

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Das Rechenzentrum als selbständige Einrichtung

01.08.1973

Gründung eines eigenständigen Organisations- und Rechenzentrum (ORZ) an der Karl-Marx-Universität (lt. Urkunde des Rektors der KMU, Prof. Winkler)

Leiter des ORZ: Dr. Vahle, ab 1982 Prof. Köhler

 

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Rechentechnik in den 1970er und 1980er Jahren

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht darüber, welche Rechentechnik zu verschiedenen Zeiten zur Verfügung stand.

1974 - 1979: R 300/2

1974: KRS 4200

 

1976: ADT 3000

1975 - 1988: EC 1040/1

1978: EC 1040/2

1985-1986: EC 1055 M
(4 MB HS, 4.8 GB Plattenkapazität, 0.8 MIPS, Betriebssystem SVS 7.2, Nutzung zur Projektabarbeitung)

1987: Rechnerverbund EC 1055 mit EC 1040,
Liebigstraße über CCS-Software, HDN-Leitung (GDN - 2400 Baud)

1989: EC 1057 (16 MB HS, 1.6 GB Plattenkapazität, 1.6 MIPS, Betriebssystem SVM mit PTS 3.5 und SVS 7.2, Nutzung zur Projektabarbeitung).

Der EC1057 war mit einer Rechnerleistung von ca. 1,5 MIPS ein großer Schritt in Bezug auf Rechenleistung und Speicherkapazität.

1h EC 1057 entsprach:

  • 2h EC 1055
  • 4h EC 1040
  • 480h R 300 bzw.
  • 9600h ZRA 1.

Speicherkapazitäten:

  • EC 1040: 512 KByte
  • EC 1040: 1024 KByte
  • EC 1055: 4096 KByte
  • EC 1057: 16MByte + AP-Möglichkeit

 

 

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Das Rechenzentrum während und nach der Wende

01.09.1989

Um die wissenschaftliche Ausrichtung zu stärken, wurde das Rechenzentrum in die neu gegründete Sektion Informatik unter der Leitung von Prof. Wolfgang Lassner integriert.
Leiter bis Oktober 1990: Herr Dr. Wieland, ab November 1990: Frau Dr. Tews

1991: Gründung des eigenständigen Universitätsrechenzentrums (URZ)
Die Integration in die Sektion Informatik hatte Probleme bei der Basisversorgung der Universität verursacht, daher wird das URZ als selbstständige Einheit etabliert.

Großrechentechnik 1991-1999

Im November 1990 erhielt das Rechenzentrum als Geschenk der Universität Bonn einen Großrechner, den IBM 4361 (4 MB HS, 1.8 GB Plattenkapazität, 0.8 MIPS, Betriebssystem VM/SP mit CMS 6.0, Nutzung zur Programmentwicklung).

Zudem waren zu dieser Zeit im Bestand:

  • HP 9000 32/40 MB HS, 1.3 GB Plattenkapazität, RISC-Prozessor, Betriebssystem HP-UX, Nutzung als WIN-Server für Mail-, FTAM-, Directory-Dienst u.a.
  • Rechner IBM 4381 mit Anschluss via TCP/IP ans WIN (32 MB HS, 15 GB Plattenkapazität, 5 MIPS, Betriebssystem VM/XA mit CMS, Nutzung als Computer-und Datenserver im Netz)

Weitere Anschaffungen an Rechentechnik:

  • 04/1992 - 09/1997: Supercomputer Convex C 240 
  • 01/1993 - 1998: Convex 3800
  • 02/1993: Clusterknoten der HP-Metaserie HP 735
  • 12/1996: Clusterknoten der HP-Metaserie HP 780
  • 10/1995: Parallelrechner SPP1000
  • 07/1996: Parallelrechner SPP1200
  • 11/1997: Parallelrechner SPP2000

Um- und Ausbau des Netzes in den Jahren 1991-1999

Parallel zur Rechentechnik entwickelten sich ab Mitte der 1980er Jahre erste lokale Netze. Der Anschluss des URZ an das Internet erfolgte im April 1991 in folgenden Schritten:

  • April 1991: Anschluss an das Netz (1x64 Kbit/s, später 2x64 Kbit/s) X.25-Wissenschaftsnetz mit Laser-Link-Verbindung
  • 1992: Netzantrag beim Ministerium
  • 1993: Pilotprojekt-Verkabelung von ca. 100 Arbeitszimmern
  • 1994: Hausverkabelung im Technikum Analytikum
  • August 1994: X.25-Wissenschaftsnetz mit 2 Mbit/s
  • 1995: Campus-Netz (FDDI-Ring) im Stadtgebiet
  • 1995: Hausverkabelung im Hauptgebäude
  • Mai 1996: Aufbau des Breitband-Wissenschaftsnetzes B-WiN mit ATM-Technik (2 Mbit/s, später 34 Mbit/s)
  • Mitte 1998: Einstellung des X.25-Dienstes nach der Errichtung des B-WiN
  • 1999: starkes Wachstum des Datennetzes der Universität,
    Verbindungsarten: LWL, Laser-Link-Strecken, Funk-LAN, ISDN-Verbindungen, teilw. altes Kupferkabel,
    Übertragungsprotokolle: Fast-Ethernet, Gigabit-Ethernet, FDDI, ATM
  • 1999: B-WiN, 155 Mbit/s gemeinsam mit HMT, HGB, MPI, LSB

 

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Das URZ in den Jahren 2000 - 2009

2001

Mai 2001: Anschluss des G-Win an das Internet, Übergang in die Anschlussklasse I12 mit 155 Mbit/s Bandbreite

November 2001: Einführung einer Web-Mail-Oberfläche (Horde/IMP)

2005

Umzug des URZ in die Johannisgasse (Pools), Ritterstraße (Netze, HPC) und städtisches Kaufhaus (Leitung, Web, Windows)

Umzug des Rechenzentrums aus dem Augustusplatz in das Interim-Rechenzentrum Ritterstraße 

2006

Evaluation des URZ

Januar 2006: Start des G-WiN mit 1.000 Mbit/s

E-Learning-Projekt "Russisch aktuell: Die Phonetik"

2007

Aufbau Compute-Server HP-Superdome

Januar 2007: Umstellung des Internet-Anschlusses auf X-WiN mit 2.000 Mbit/s Bandbreite

April 2007: Umstellung der physischen Anbindung zum DFN (Internet-Anschluss) auf 10GE

2008

Papyrus-Portal

Web-Mail-Portal

Etablierung virtueller Server

Etablierung virtueller Firewalls

Januar 2008: Steigerung der Bandbreite des Internet-Anschlusses auf 5.000 Mbit/s

August 2008: Herr Dr. Gunnar Auth übernimmt die Leitung des URZ

E-Learning-Projekt "Russisch aktuell, Version 5.0"

2009

deutlicher Ausbau der Virtualisierungslösung (Verdopplung der Knoten)

Groupware-Portal: Erweiterung der ehemaligen Web-Mail um Kalender, Notizen und Aufgaben

umfangreiche Neuinstallationen am Campus Augustusplatz (u.a. mehrere Pools und weitgehend flächendeckendes WLAN)

Januar 2009: Steigerung der Bandbreite auf 7.500 Mbit/s (CI12)

Juni 2009: Erweiterung des Clusteranschlusses von bisher UL, HGB, HMT, HTWK, 3 MPIs um UFZ, IfT, DBMZ und Fraunhofer IZI

Installation zweiter Windows-NAS-Köpfe am zentralen Storage, welches damit von Windows nutzbar wird

Start des neuen Web-Auftritts der Universität

Reintegration der Verwaltungs-DV-Gruppe in das URZ

 

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Entwicklung des URZ ab dem Jahr 2010

Jahr 2010

Eröffnung der neuen Pools im sanierten Seminargebäude

Verabschiedung einer IuK-Benutzungsordnung, einer URZ-Satzung, einer URZ-Entgeltordnung und eines URZ-Dienstleistungskatalogs

Prüfung aller Uni-RZs durch den Sächsischen Rechnungshof

Beginn des großen Organisations- und IT-Projektes "AlmaWeb" zur Modellierung des studentischen Lebenszyklus, Ausschreibung und Vergabe an Datenlotsen Hamburg

Erhöhung der Bandbreite des Internetanschlusses per DFN von 7,5 auf 10 GBit/s

Jahr 2011

Realisierung des Großgeräteantrags Virtualisierung - 2 Dell Balde-Center und darauf VMware-Servervirtualisierung, dazu Storage und Backup

Umzug in die sanierten Rechenzentrumsräume im Campus Augutusplatz

Umsetzung des Großgeräteantrags Storage (Teil 1: eine FAS6280 mit 400 TByte Nutzspeicher ausbaubar auf 4 PByte)

AlmaWeb-Teilprojekt "Identitätsmanagement", Ausschreibung und Vergabe an Maintainet AG mit Novell Identity Manager

Bedarfsanmeldung Sekundärrechenzentrum (2010 wurde dazu mit SIB und Externen eine Studie erarbeitet)

Inbetriebnahme des ersten virtualisierten Pools unter VMware View

erste WLAN-Accesspoints mit höherer Geschwindigkeit (802.11n) im Einsatz, schrittweise Umstellung

Erarbeitung eines Netzkonzepts und eines Netzentwicklungsplans

Erarbeitung einer universitären IT-Strategie "LITE 2020"

Jahr 2012

CIO (Central Information Office) etabliert (löst die IuK-Kommission ab)

Umzug der Mitarbeiter des URZ in den Augustusplatz (Juni)

Im Juli Unterzeichnung des Letter of Intenet für das "Kompetenznetzwerk Cloud-Computing", einem Verbund der Virtualisierungslösungen des UKL, der HTWK und des URZ

Hr. Enrico Gonzalez verlässt als erster am URZ ausgebildeter Azubi die Uni und gründet eine eigene Firma

Im September Installation des neues Storage/Backup-System (Teil 2 Tape-Library Quantum Scalar i6000 mit derzeit 1600 Kassettenstellplätzen (ca. 3,5 PB), Backup-Software Symantec Netbackup)

Eröffnung der 4 Pools im Augusteum mit zusammen 80 Plätze; zwei Pools davon besonders für die Lehre ausgestattet
Dazu im Oktober Eröffnung des Foyerpool mit 30 virtualisierten PCs und der selben Menge an WLAN-Arbeitsplätzen

Am 6.9.2012 feierte das URZ seinen 50. Geburtstag mit einer großen Festveranstaltung (200 Gäste im Hörsaal), der Ausstellung "50 Jahre URZ" und einer Festschrift.

die Rechenzentrumsleiter Deutschlands sind zur ZKI-Herbsttagung in Leipzig zum Thema eScience zu Gast

12. November 2012: Relaunch des neuen URZ-Internetauftritts

Ende November verlässt der bisherige Direktor Dr. Gunnar Auth das URZ. Er erhielt den Ruf als Professor für Infosysteme an HfTL. Dr. Philipp wird kommissarischer Direktor, Dr. Reilein-Ruß führt als Projektleiter das Projekt AlmaWeb weiter.

Jahr 2013

Ab 1. April übernimmt Prof. habil. Dr.-Ing. Klaus-Peter Fähnrich das Amt des Direktors des URZ. Mit seinem Amtsantritt beginnt der Aufbau der wissenschaftlichen Abteilungen des URZ.

Die Einführung eines Systems zum Identitymanagement (IdM) schreitet voran. Hierzu findet die Angleichung der Passwörter der Mitarbeiter über alle Systeme hinweg statt.

Jahr 2014

Feb. Der amt. Kanzler weist Auflösung des Zweitstandorts Ritterstraße 16A an. Es verbleibt nur Netzwerktechnik.

Im April startet der neue Dienst Online-Speicher „Speicherwolke“

Erneuerung Computerpool Sehgeschädigte

Das große Kooperationsprojekt des vier Leipziger Hochschulen für ein gemeinsames WLAN finanziert aus Sondermitteln des SMF/SMWK startet.

Jahr 2015

Umbau des Netz/DFN-Knotens in der Ri16A mit Umzug in den Keller.

Die E-Learning-Gruppe kommt im URZ

Aufbau eines Dienstes Mobiles E-Assessement; Dienste CD/DVD-Brennen und Handbuchverkauf eingestellt

Umsetzung des Großgeräteantrags Netz–Erneuerung VPN/FW

Jahr 2016

Neue Mitglieder im DFN-Wissenschaftscluster Leipzig MOEZ

BigData Installation SharedNothing-Cluster 90 Server mit ja 2 Hexcore CPU, 128GB RAM, 24 TB HDD = 1080 Kerne, 11 TB RAM, 2 PB HDD

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URZ 2013-2017 - Zurück zur Wissenschaftlichkeit

Jahr 2013

Ab 1. April übernimmt Prof. habil. Dr.-Ing. Klaus-Peter Fähnrich das Amt des Direktors des URZ. Mit seinem Amtsantritt beginnt der Aufbau der wissenschaftlichen Abteilungen des URZ.

Die Einführung eines Systems zum Identitymanagement (IdM) schreitet voran. Hierzu findet die Angleichung der Passwörter der Mitarbeiter über alle Systeme hinweg statt.

Jahr 2014

Feb. Der amt. Kanzler weist die Auflösung des Zweitstandorts Ritterstraße 16A an. Es verbleibt nur Netzwerktechnik.

Im April startet der neue Dienst Online-Speicher „Speicherwolke“

Erneuerung Computerpool für Sehgeschädigte

Das große Kooperationsprojekt der vier Leipziger Hochschulen für ein gemeinsames WLAN - finanziert aus Sondermitteln des SMF/SMWK startet.

Jahr 2015

Umbau des Netz/DFN-Knotens in der Ri16A mit Umzug in den Keller.

Die E-Learning-Gruppe kommt zum URZ

Aufbau eines Dienstes Mobiles E-Assessement; Dienste CD/DVD-Brennen und Handbuchverkauf eingestellt

Umsetzung des Großgeräteantrags Netz–Erneuerung VPN/FW

Jahr 2016

Neue Mitglieder im DFN-Wissenschaftscluster Leipzig MOEZ

BigData Installation SharedNothing-Cluster "Galaxy" 90 Server mit ja 2 Hexcore CPU, 128GB RAM, 24 TB HDD = 1080 Kerne, 11 TB RAM, 2 PB HDD

BigData Installation InMemory-Cluster "Sirius" mit 2 Server mit je 8x Xeon E7-8860v3, 16-Core, 2,2 GHz; 6 TByte RAM - erweiterbar auf 12 TB, 5x2 TB HD, 56 GB Infiniband

Evaluation des URZ

Jahr 2017

Ausscheiden Prof. habil. Dr.-Ing. Klaus-Peter Fähnrich in den Ruhestand; Ziel Aufbau einer wiss. Abteilung erfolgreich abgeschlossen

Installation eines Speicher- und Auswerteclusters "Polaris" aus 7 Rechenknoten
(2x Intel Xeon E5-2683 16-Core CPU, 512 GB RA) und 4 Speicherknoten je Knoten 24x 8 TB NL-SAS

letzte Änderung: 11.04.2017

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