Die Universität Leipzig hat früh erkannt, dass technologieunterstützte Lehre immer in Verbindung mit dem didaktischen Design der Lehrveranstaltung zu betrachten ist. Der lernzielorientierte Einsatz digitaler Tools und Techniken kann wesentlich dazu beitragen, den individuellen Bedürfnissen unserer Studierendenschaft Rechnung zu tragen. Der Schwerpunkt Lehre.Digital im Universitätsrechenzentrum umfasst die nachhaltige Entwicklung innovativer und passgenauer Lösungen für Ihre Lehrveranstaltungen.

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Schreibtisch, auf dem ein Computer und eine digitale Kamera stehen
Foto: Colourbox

Strategie

Die Digitalisierung der Lehre ist für die Universität Leipzig kein Selbstzweck. Neben fachspezifische Kompetenzen sollen den Absolvierenden auch digitale Kompetenzen vermittelt werden.

Die Universität Leipzig ist eine Volluniversität mit einer großen Fächervielfalt. Die digitale Transformation der Lehre muss den Besonderheiten und Anforderungen der verschiedenen Fächer Rechnung tragen. Aus diesem Grund hat die Universität Leipzig eine Dachstrategie für die Digitalisierung der Lehre beschlossen. Der Strategieprozess wurde durch einen Peer-to-Peer Beratungsprozess des Hochschulforums Digitalisierung (HFD) begleitet.

Zu den strategischen Zielen zählen:

  • Herausbildung digitaler Kompetenzen in allen Studiengängen
  • Förderung der Selbstlernkompetenz und des Selbstmanagements
  • Stärkung der Vernetzung und des Transfers zwischen den Mitgliedern und Angehörigen der Universität

Digitalisierungsprojekte

Gemeinsam mit Einrichtungen und Kooperationspartnern setzt das Universitätsrechenzentrum als Treiber der Digitalisierung neue Projekte um. So wird die technologieunterstützte Lehre nachhaltig gestärkt und kontinuierlich vorangetrieben. Neben fachspezifischen Kompetenzen werden in unterschiedlichen Projekten und etablierten Institutionen digitale Fertigkeiten und mediendidaktische Grundlagen vermittelt, Beispiele guter Lehrpraxis sichtbar gemacht, Netzwerke zum Austausch geschaffen und weitere Angebote etabliert.

Die folgende Auswahl an Digitalisierungsprojekten gibt einen Einblick in die daraus resultierenden IT-Services.

Projektleitung: Sven Laudel und Kamilla Skudelny 
Projektkoordination: Franziska Brenner und Stefanie Falck
Projektlaufzeit: 05/2025 - 03/2027
Fördermittelgeber: Stiftung für Innovation in der Hochschullehre | Freiraum 2025

Projektinhalt: Das Projekt DiNaLe entwickelt innovative Konzepte, um Nachhaltigkeit didaktisch wirksam zu vermitteln und Studierende für gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen zu sensibilisieren. Durch die Etablierung und Weiterentwicklung verschiedener didaktischer Settings – verknüpft mit unterschiedlichen Technologien – fördert DiNaLe kritisches Denken, Reflexion und Partizipation bei Studierenden. Inhaltlich baut das Projekt auf dem Zertifikat „Handlungskompetenz für nachhaltige Entwicklung“ der Universität Leipzig auf. DiNaLe ist ein Impulsgeber für die praxisnahe Verknüpfung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Lehre.

Arbeitsaufgaben:

  • Entwicklung und Einsatz digitaler Bildungsmedien zur nachhaltigen Bildung
  • Gestaltung virtueller Exkursionen für interaktive Lernumgebungen
  • Implementierung eines sokratischen Chats, die Large Language Models zur Förderung von - kritischem Denken nutzen
  • Unterstützung der Lehrenden bei der Anwendung neuer didaktischer Methoden in Reallaboren
  • Förderung von KI-Kompetenzen
  • Bereitstellung frei lizenzierter Bildungsressourcen (OER) zur nachhaltigen Nachnutzung im Hochschulkontext

Kontakt: Für weitere Informationen und Kooperationsmöglichkeiten schreiben Sie uns bitte an. 

Kontakt zum Projekt DiNaLe

 

Projektverantwortung: Prof. Dr. Brigitte Latzko (Gesamtkoordination über Hochschuldidaktik Sachsen (HDS))

Laufzeit: 08/2021 - 12/2025

Fördermittelgeber: Stiftung für Innovation in der Hochschule

Projektinhalt: Das Verbundprojekt D2C2 fördert die Digitalisierung des Lehrens und Lernens an 11 sächsischen Hochschulen.

Arbeitsaufgabe: In fünf fachspezifischen Professional-Learning-Communities werden vier Herausforderungen adressiert: 

  •  Digitale Kompetenzen von Studierenden in der grundständigen Lehre entwickeln (Schwerpunkt: Digital Skills)
  • Didaktisch fundierte digitalisierte Werkstatt- und Laborarbeit ermöglichen (Schwerpunkt: Werkstatt- und Laborarbeit)
  • Den didaktisch fundierten Einsatz eines OER-Aufgabenpools für Mathematik als Grundlagenfach etablieren (Schwerpunkt: OER Aufgabenpool für Mathematik)
  • Ein gemeinsames didaktisches, technisches und rechtliches Verständnis für digitale Prüfungen schaffen (Schwerpunkt: Digitales Prüfen)

Zum Projekt D2C2

Zur Webseite der Digital Skills

 

Projektleitung: Prof. Dr. Jens Eilers, Prorektor für Exzellenzentwicklung: Forschung und Transfer

Projektkoordination: Dr. Reiko Liermann, Referent des Prorektorats für Exzellenzentwicklung: Forschung und Transfer

Laufzeit: 11/2022 - 10/2025

Projektinhalt: Das Rektorat hat in seiner Sitzung am 15.12.2022 die Pilotierung eines Plagiatsüberprüfungsprojektes inklusive Softwareangebot für Fakultäten und Zentrale Einrichtungen beschlossen. In der Zuständigkeit des Prorektors für Exzellenzentwicklung: Forschung und Transfer, Professor Eilers, wird eine Software Turnitin iThenticate zur Plagiatsprüfung eingesetzt.

Koordinierung: Die Koordinierung des Projekts erfolgt über das Team E-Learning, in Hauptverantwortung durch Stefanie Falck.

Arbeitsaufgabe:

  • Vergleich von Ähnlichkeiten schriftlicher Arbeiten
  • Darstellung der Ähnlichkeiten von Quellen aus dem Internet und Onlinebibliotheken
  • Hilfestellung zur Einschätzung eines Plagiatsverdachtes

 

MEHR ERFAHREN

Projektleitung: Dr. Claudia Bade (Hochschuldidaktik Sachsen) und Alexander Clauss (Technische Universität Dresden). Als beratendes und begleitendes Gremium über diesem Vorhaben gibt es zudem noch den Lenkungskreis aus Vertretenden der Hochschuldidaktik Sachsen und des Arbeitskreises eLearning der Landesrektorenkonferenz Sachsen (AKeL)

Laufzeit: 06/2019 - 03/2025

Fördermittelgeber: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWKT)

Projektinhalt: Ziel des Vorhabens ist es, die landesweite Digitalisierungsstrategie für die Hochschullehre umzusetzen und die Transformation von Studium und Lehre im Kontext der Digitalisierung voranzutreiben.

Dabei agiert der Projektverbund in folgenden drei Handlungslinien:

Aktivierung durch „digital fellowships“

Digital Fellowships sind eine Förderung für Projekte Lehrender und Studierender, die die Hochschullehre vor dem Hintergrund der Digitalisierung weiterentwickeln möchten. Sowohl Einzelpersonen als auch Tandems können sich für ein Fellowship bewerben.

Breitenwirksamkeit durch „digital workspaces“

In offenen Werkstätten, den sogenannten „digital workspaces“, arbeiten Akteur:innen, die in der Lehre eingebunden sind, an der Konzeption digital gestützter Lehr-Lern-Szenarien.

Verstetigung durch „digital change agents“

Das Multiplikator:innenprogramm "digital change agents" bildet Agierenden, die an Schnittstellen der Lehrorganisation arbeiten, im Bereich der Beratung und des Change-Managements weiter, um Innovationen auf studienorganisatorischer Ebene zu verankern.

Arbeitsaufgaben:

  • Vernetzung hochschuldidaktischer Agierende
  • Gestaltung des sächsischen Hochschuldidaktikraumes
  • Bedarfserhebung für Schulungsangebote und deren Evaluation
  • Konzeption und Durchführung von Weiterbildungsveranstaltungen für Lehrende
  • Unterstützung der Hochschulen bei der Erreichung ihrer Ziele/Digitalisierungsstrategien

Zu den Digital Workspaces als OER

Zum Projekt Digitale Hochschulbildung in Sachsen

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Hofsäss

Projektkoordination: Dr. Robert Reilein

Laufzeit: 09/2019 - 12/2024

Projektinhalt: Das Projekt zielt auf die breite Etablierung digitaler Unterstützungsmöglichkeiten der Hochschullehre für alle Fachbereiche der Universität. Durch das hohe Engagement von Lehrenden und Studierenden innovative „digitale Inseln“. Das Projekt bietet verschiedene Möglichkeiten zur kontinuierlichen Nutzung dieses Wissens und lädt zum breiten Austausch mit allen Statusgruppen der Universität durch ein mannigfaltiges Angebot ein.

Arbeitsaufgaben:

  • Netzwerk Lehre.Digital: Vernetzung hochschuldidaktischer Akteure im Netzerk Lehre.Digital
  • Kollektion: LEHRPRAXIS: Plattform mit Beispielen guter Lehrpraxis
  • Fakultätsdiskurse: Unterstützung des Strategieentwicklungsprozesses zur Digitalisierung an den Fakultäten
  • Forum Prüfen: Vernetzung zum Thema Prüfungen

Netzwerk Lehre.Digital

In den letzten Jahren sind an der Universität Leipzig eine Vielzahl digital gestützter Lehr- und Lernszenarien gefördert und realisiert worden. Um dieses Wissen besser hochschulweit sichtbar zu machen und eine Nachnutzung zu ermöglichen, wurde 2019 das Netzwerk Lehre.Digital ins Leben gerufen. Seitdem tauschen sich Akteur:innen verschiedener Statusgruppen der Universität in regelmäßigen Treffen rund um das Thema digitale Lehre aus.

Zum Netzwerk Lehre.Digital

Kollektion: LEHRPRAXIS

Gute Lehrpraxis findet jeden Tag an der Universität Leipzig statt. Jedes Jahr erfinden Lehrende ihre Hochschullehre neu und reflektieren über die gemachten Erfahrungen. Entdecken Sie in der Kollektion: LEHRPRAXIS bereits durchgeführte Lehr-Lern-Projekten der Universität Leipzig. Lassen Sie sich von der fachlichen und methodischen Vielfalt inspirieren und entwickeln Sie eigene Ideen für neue Projekte.

Zur Kollektion: Lehrpraxis

Forum Prüfen

In regelmäßigen Treffen können sich Lehrende aller Fakultäten über die Möglichkeiten des analogen und digitalen Prüfens austauschen. Praxisorientiert erwartet die Teilnehmenden eine Mischung aus einführenden Elementen sowie Erfahrungsberichten. Eine Diskussion über didaktische Methoden und die technische Realisierung bildet den Rahmen einer jeden Veranstaltung. Die Ergebnisse der Treffen fließen in den Online-Prüfungen-Infokurs, der universitätsweit über die Lernplattform Moodle erreichbar ist, ein.

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Hofsäss

Projektkoordination: Prof. Dr. Olaf Bärenfänger, Prof. Dr. Sonja Ganguin, Dr. Robert Reilein, Prof. Dr. Nicola Würffel

Laufzeit: 04/2021 - 09/2021

Projektinhalt: Von April bis September 2021 pilotiert das Projekt "Fakultätsdiskurse". Im Rahmen des Strategieentwicklungsprozesses für die Digitalisierung in der Lehre können sich Fakultäten bei der Entwicklung ihrer eigenen Teilstrategie beraten und begleiten lassen. Mitarbeitende des Projektes „Fakultätsdiskurse“ unterstützen bei der Erhebung der Ist-Situation, moderieren Workshops zur Strategieentwicklung und geben Hinweise zur curricularen Verankerung von digitaler Kompetenzentwicklung.

Projektaufgaben:

  • Begleitung des Roll-outs der Dachstrategie "Digitalisierung in der Lehre" an den Fakultäten
  • Moderation des Entwicklungsprozesses an den Fakultäten
  • Handreichungen zur curricularen Verankerung digitaler Kompetenzentwicklung

Das Projekt finanzierte sich aus Mitteln des Projektes Digital Education – From Islands to Continent.

Beratung und Unterstützung

Projektleitung: Dr. Robert Reilein

Projektkoordination: Dominic Dives, Christine Magosch

Laufzeit: 04/2021 - 03/2022

Projektinhalt: Die Peer-to-Peer-Strategieberatung zur Digitalisierung in Studium und Lehre dient als wichtige Säule im Angebot des Hochschulforums Digitalisierung. Die Beratung richtet sich an Hochschulleitungen, um strategische Prozesse zur Digitalisierung in Studium und Lehre anzustoßen. Das Instrument zielt außerdem darauf ab, alle Statusgruppen mitzunehmen und aktiv in den Veränderungsprozess einzubeziehen. An der Universität Leipzig wurde dazu eine Arbeitsgruppe aus Vertretenden unterschiedlicher Statusgruppen gebildet, die den Prozess sowie die daraus entstehenden Aufgaben erarbeiten und umsetzen.

Arbeitsaufgabe: Begleitung der Strategieentwicklung für die Digitalisierung der Lehre, Einbindung und Vernetzung der Stakeholder, Bekanntmachung in den Fakultäten, Erarbeitung, Umsetzung und Begleitung einzelner Maßnahmen entsprechend der Digitalisierungsstrategie.

Zum Artikel im Universitätsmagazin

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